Satzung der V.E.A. vom 23.09.2016

 

1. Vorsitzende:

1922: Med.-Rat Dr. Adolf Weckerling (1901)

1927: Dr. Karl Zang (1898)

1933: Dr. Otto-Helmuth Becker (1904)

20.06.1949: Reg.-Dir. Willi Küffner (19??)

12.04.1950: Prof. Dr. Engelhard Niemann (1912)

02.02.1959: Hanns-Helmut Podszus (1936)

27.09.1996: Christian Herrmann (1957)

01.01.2011: Wolfgang Kammel (1968)

04.10.2013: Dorothee Häußge (1971)

2. Vorsitzende:

1949: Hanns-Helmut Podszus (1936)

1959: Heinrich Reuter (1934)

1976: Christian Herrmann (1957)

1996: Wolfgang Kammel (1968)

2011: Dorothee Häußge (1971)

2013: Thomas Wilhelm Schwarzer (1993)

 

 

 

 

Christian Herrmann: Die Vereinigung ehemaliger Augustinerschüler 

(aus: Festschrift 450 Jahre Augustinerschule Friedberg 1543-1993)
 

1922 wurde sie gegründet, die VEA, die sich zum Ziel setzte, "den Schulkameraden ein gelegentliches Wiedersehen zu ermöglichen in der Stadt, in der sie ihre Jugend verlebten". Politische und konfessionelle Überzeugungen, Partei- und Standesunterschiede sollten bei diesen Treffen keine Rolle spielen, das "Du" der Schülerzeit sollte wieder aufleben. 

Schon 1904 war eine kameradschaftliche Vereinigung ehemaliger Augustinerschüler ins Leben gerufen worden, "Maschores" genannt, die später als Stammtisch weiterlebte; und bereits 1901, bei der Einweihung des Neubaus am Goetheplatz, liest man von einem "Comite ehemaliger Augustinerschüler", das sich sehr "gebefreudig" gezeigt habe. Offensichtlich war das Bedürfnis, den Kontakt zur alten Schule zu pflegen, Mitschüler wiederzutreffen und Erinnerungen an die gemeinsam verbrachten Schuljahre auszutauschen, nicht ganz neu im Jahr 1922. 

Die Schule selbst nahm den Gedanken eines jährlichen Treffens gern auf und verband damit den Augustinerschultag, heute Augustinertag, der mit einer Feier, einem Festzug und Sportwettkämpfen begangen werden sollte. So fand am 9. Juni 1923 der erste Augustinertag im großen Rahmen statt. 

Über die Entwicklung der Vereinigung in den folgenden Jahren gibt "Es war einmal" Aufschluß, das Nachrichtenblatt der VEA, das, 1926 gegründet, bis 1940 erschien. Da liest man von der Herausgabe des Büchleins "Lieder der alten Augustiner" - heute nicht mehr gesungen -, von öffentlichen Vorträgen, bei denen Ehemalige zu verschiedenen Themen sprachen, und von Sonderveranstaltungen unterschiedlichen Charakters. Ursprüngliche Erscheinungsweise: zweimal im Jahr. Seit 1938 nur noch einmal; da mag die Rationierung des Papiers eine Rolle gespielt haben. In diesem Jahr taucht unter dem Bericht des Vorstands auch zum erstenmal "Heil Hitler" auf. Zum letztenmal liest man von der VEA in einem Feldpostbrief, den sie mitten im Krieg 1943 herausgibt. Anlaß war die 400-Jahr-Feier der Schule. Mit dem Ende des Krieges scheint die Vereinigung nicht mehr zu existieren. 

Neben den 1. Vorsitzenden Dr. Adolf Weckerling (1922-1926), Dr. Karl Zang (1927-1932) und Dr. Otto-Helmuth Becker (1933-1945) sollen die Augustiner der ersten Aera genannt sein, die mit Gewißheit die meiste Arbeit in die VEA gesteckt haben, die Schriftleiter von "Es war einmal": Dr. Georg Blecher (1926-1937) und Wilhelm Konrad Philipps (1938-1940, 1943). 

1949 erwachte die VEA wieder zu neuem Leben, ab 1950 informiert wieder "Es war einmal" - ursprünglich zweimal, schließlich seit Ende der siebziger Jahre nur noch einmal im Jahr. Die Aufbruchsstimmung zeigte sich in festlichen Augustinertagen, bei deren Festakt oft prominente Ehemalige sprachen, in gut besuchten Bällen und Kommersabenden und in Sportwettkämpfen, bei denen Schüler und Ehemalige miteinander wetteiferten. 

Von diesen großen Augustinertagen ist heute nur noch der Kommers geblieben. Die Teilnahme an den dem Kommersabend vorausgehenden Hauptversammlungen der VEA ist meist zurückhaltend, der Kommers selbst wird immer wieder stark besucht. Da empfindet man dann die Notwendigkeit der Existenz der Vereinigung, die die im Gründungsjahr beschlossenen Ziele locker im Auge behält. Nach Willi Küffner (1949-1950) und Dr. Engelhard Niemann (1951-1959) leitet der vielseitig bewährte Hanns Podszus seit 1959 die VEA mit leichter und doch sicherer Hand. 

"Es war einmal" berichtet Neues aus der VEA. Hier erfährt man etwas über die jeweilige Situation der Schule, die Abiturienten werden genannt, die Reden zur Abiturfeier abgedruckt, künstlerische und andere Aktivitäten von Schülern werden gewürdigt, Veröffentlichungen ehemaliger Augustiner werden besprochen oder doch wenigstens angezeigt und vor allem: der Termin des nächsten Augustinertages wird veröffentlicht. Das Blatt lebt in erster Linie vom Engagement des jeweiligen Schriftleiters, dessen dauernde Bitte um Beiträge meist ungehört verhallt. Sie zieht sich übrigens durch alle Jahrgänge des Blättchens, beginnend von Nr. 1. Die Schriftleiter der Nachkriegszeit waren: 

Karlheinz Heil, Erich Kotermann, Hermann Marx (1950-1951); Erich Kotermann, Dr. Eugen Schmahl, Hanskraft Rodenhausen (1952); Dr. Fritz Kröll (1953-1962); Ernst Robert Niederhoff (1963-1975); Dieter Wolf (1977-1979); Christian Herrmann (1980).

Seit 1981 leitet Wolfgang Kammel die Redaktion, manchmal resignierend, aber im rechten Moment immer wieder von Schaffenskraft überwältigt. Die gestiegene Auflage (2000 Exemplare) dankt es ihm. Die lebendige Verbindung der VEA zur heutigen Augustinerschule manifestiert sich seit 1981 in einer jährlichen 1000 DM-Spende an jeweils den Fachbereich, der es besonders nötig hat. Zur 450-Jahr-Feier unterstützt die Vereinigung "gebefreudig" die Jubiläumsaktivitäten der Schule mit einer erklecklichen Summe. Daß dies möglich ist, verdankt man nicht zuletzt der gewissenhaften Kassenführung des Schatzmeisters Heinrich Mohr; der dieses Amt von 1965 bis 1992 kundig verwaltete.

450 Jahre Augustinerschule, 71 Jahre Vereinigung ehemaliger Augustinerschüler! Beiden wünscht man: ad multos annos!

 

 

 

23.09.2016 Swa