WdoT – Evangelische Religion

Im Folgenden einige Schülerarbeiten, unter anderem im Bezug auf die momentane schwierige Zeit:

Und wie man trotz allem nicht verzweifelt…
Die jetzige Situation macht uns allen zu schaffen, manche Menschen sind mehr betroffen, andere eher weniger. Themen wie Liebe erscheinen in diesen Zeiten gar nicht so wichtig, wir denken oft an uns selbst und an unsere Gesundheit. Wir sind so voller Sorgen, dass wir gar nicht mehr so stark an Bedürfnisse wie Liebe denken.
Dabei ist es gerade jetzt wichtig, dass wir uns mit Menschen umgeben, die wir lieb haben, auch wenn es nur virtuell ist. Im Austausch mit ihnen, seien es Familie, Freunde oder Partner/in, merken wir, dass wir mit unseren Sorgen gar nicht alleine sind und dass es anderen Menschen ähnlich ergeht.

Ein Hoch auf digitale Zeiten
Wir können uns sehr glücklich schätzen, dass wir in diesen digitalen Zeiten leben. Mit Hilfe von Skype und Co. sind die geliebten Menschen nur ein paar Klicks entfernt. Man kann sogar Gruppenanrufe durchführen und mit mehreren Leuten gleichzeitig sprechen. Wir können die Menschen zwar online nicht umarmen oder küssen, aber dafür freuen wir uns umso mehr, wenn wir sie nach der Krise wieder in die Arme schließen können.
Es gibt auch einige virtuelle Spiele, die man dann mit Freunden ,,zocken“ kann. Außerdem kann man sich zum Beispiel auch zum gemeinsamen Workout oder Tanzen per Videochat verabreden. Eine weitere Möglichkeit ist es, sich ganz altmodisch Briefe mit Papier zu schreiben. Das kann eine Lösung sein, wenn man vielleicht Großeltern hat, die mit den neumodischen Medien nicht vertraut sind. Briefe können aber vielleicht in einer Partnerschaft auch ganz romantisch sein.

Probleme im Lockdown
Da wir ja jetzt den ganzen Tag zu Hause sind, kann es in vielen Situationen aber auch schwierig werden, wenn man sich nicht mehr aus dem Weg gehen kann. Menschen, die mit mehreren Personen in kleinen Wohnungen in der Stadt wohnen, haben es wohl im Moment besonders schwer. Da kann das Sehen der Mitbewohner/innen auch zum Fluch werden
Es wird viele Auseinandersetzungen geben und wahrscheinlich auch zu einigen Trennungen kommen, woran die Krise  auch beteiligt ist. Damit wir danach nicht alle mit unseren Familien verfeindet sind, sollten wir versuchen, uns wenn möglich auch mal aus dem Weg zu gehen.

Nächstenliebe
Die Annahme, dass Nächstenliebe in Zeiten der Distanz nicht möglich ist, ist nicht richtig. Wer eine Beschäftigung sucht und dabei gerne Gutes bewirken will, hat viele Möglichkeiten das zu tun. Man kann zum Beispiel Risikopatienten, also alten oder kranken Menschen, aus der Nachbarschaft anbieten, für sie einkaufen zu gehen. Wenn man viel Zeit hat und fit ist und eine Art Minijob sucht, kann man sich als Erntehelfer/in zur Verfügung stellen, denn viele der Erntehelfer/innen kommen zum Beispiel aus Polen  und dürfen jetzt nicht nach Deutschland. Blutspenden sind im Übrigen auch weiterhin gefragt und wenn man gesund ist, ist das auch sehr hilfreich.
Wer faul ist und vom Sofa aus Gutes tun will, kann natürlich auch Geldbeträge spenden, besonders Hilfsorganisationen, die sich um obdachlose Menschen und Flüchtlinge kümmern, freuen sich im Moment sicherlich sehr über kleine Spenden. Und wer dazu auch noch sparen will, kann natürlich auch immer Petitionen ganz kostenlos online unterschreiben und damit Projekte fördern.
Des Weiteren kann man sich ebenfalls vom Sofa aus Essen von dem Lieblingsrestaurant in der Nähe bequem liefern lassen, denn viele gastronomische Betriebe bieten im Moment einen Lieferservice an, um während der Krise nicht Pleite zu gehen. So kann man ganz einfach das eigene Lieblingsrestaurant unterstützen und hat zudem noch leckeres Essen. Und leckeres Essen macht auch glücklich.
Es gibt natürlich noch viele weitere Möglichkeiten, wie man die Welt auch in Zeiten von Corona ein Stückchen besser machen kann, doch man sieht, dass man auch in dieser besonderen Situation nicht tatenlos zusehen muss. Und wenn wir uns alle mal ein bisschen zusammenreißen und zu Hause bleiben, dann können wir auch diese Krise bewältigen.
Hoffentlich.

Marlene, 9a

Im Religionsunterricht erarbeitete Postkarten zum Thema Religion an Sigmund Freud und Karl Marx:

Und einige Anschauungsmaterialien des Unterrichts: