Zwischen Getümmel und Ruinen

…eine Reise durch die Seele Kampaniens
 

Im Frühjahr tauschten die Lateiner der Jahrgangsstufen 9 und 11 der Augustinerschule das Klassenzimmer gegen die Kulisse Kampaniens, um die römische Kultur sowie deren Historie hautnah zu erleben.
 

Dabei residierten die Schüler in Meta, einer kleinen Ortschaft mit wunderbarem Ausblick auf den Vesuv, die es am ersten Tag der Bildungsreise zu erkunden galt.

Das Zusammenspiel aus Meer, und Berglandschaft verlieh der Region nachhaltigen Eindruck und spiegelte die belebte Kultur Süditaliens wider.

Der Anblick des Vulkans sollte letztendlich einen Vorgeschmack auf die Vergangenheit Pompejis darstellen, die am zweiten Tag, anlässlich des Besuchs jener Stadt, erkundet werden durfte.

Einerseits waren gut erhaltene Straßen und Gebäude zu sehen, die es ermöglichten, das Leben der Römer nachzuempfinden, andererseits wurden die von Asche und Bimsstein umhüllten Leichen der Einwohner Pompejis ausgestellt.
Sie akzentuierten das plötzliche Ende der antiken Stadt und weckten eine melancholische Atmosphäre.

Konträr zu dieser Impression stand der Aufenthalt, in Neapel. Schmale, belebte Gassen prägen das Gesamtbild der Stadt. Besonders auffällig war die Präsenz von Diego Maradona, der in Neapel nahezu kultisch verehrt wird und dessen Abbild als Symbol für Stolz und Identität agiert.

Bilder 1-5: Rian Oezdil

Ergänzend dazu bot das archäologische Museo Archeologico Nazionale di Napoli einen Gegenpol zu dem Trubel im Freien. Exponiert waren mächtige Statuen, antike Kunstwerke und Modelle, die einen Einblick in die Vergangenheit gewährten, der die historische Tiefe der Region verdeutlichte.

Der vierte Tag widmete sich der altertümlichen Stadt Paestum, die in griechischer Manier errichtet wurde. Die Tempel wirken in der flachen Umgebung erstaunlich präsent, wobei deren historische Bedeutung durch die ruhige Kulisse greifbar war.

Sie gelten als bestens erhaltene griechische Architektur und verdeutlichten den Einfluss der Griechen innerhalb Europas, ehe sich die Römer die Stadt zu eigen machten.

Den Abschluss der Reise bildete die Besichtigung Herculaneums. Herculaneum ist eine weitere Stadt, die dem Vesuv 79. n. Chr. zum Opfer fiel. In diesem Prozess wurde die Stadt von einer Schicht aus vulkanischem Material begraben, auf der das heutige Herculano gebaut wurde.

Der Zustand der antiken Stadt ist dabei außergewöhnlich. Noch heute sind verkohlte

Holzträger, Wandmalereien und Mosaike im Detail zu erkennen, die auf den Reichtum der Stadt verweisen.

Alejandro Ramon Tena Burba