Transparente Verantwortung – Augustinerschule Friedberg

Transparenz als Leitprinzip

Mehr Transparenz – mehr Erfolg – weniger Belastung

Unsere Vision

Transparenz im schulischen Lern-, Entwicklungs- und Erziehungsprozess bedeutet:

Alle Mitglieder der Schulgemeinde wissen, was von ihnen erwartet wird und was sie von anderen erwarten können.

Dies schafft Vertrauen, Verlässlichkeit und Handlungssicherheit im Schulalltag.

„Keine einseitigen Forderungen, sondern eine gemeinsame Selbstverpflichtung aller Beteiligten.”

Ziele des Leitprinzips

  • 🎯

    Besseres, effektiveres und erfolgreicheres Lernen

  • 👤

    Stärkung der Selbstständigkeit der Lernenden

  • ⚖️

    Mittelfristige Entlastung aller Beteiligten im Schulalltag

📖

Unterricht & Lernen

Ziele, Erwartungen und Kompetenzchecks

🤝

Verhalten & Atmosphäre

Grundsätze des Miteinanders und Logbuch

📱

Medien & Begleitung

Aufklärung und verantwortungsvolle Nutzung

Kapitel 1

1. Unterricht und Lernen

Leitlinien zur Transparenz im Unterricht

Transparenz bedeutet verlässliche Information über Lernziele, Anforderungen, Diagnose und Feedback, um den Lernprozess für alle Schülerinnen und Schüler selbstständiger und verbindlicher zu gestalten.

Die folgenden Maßnahmen dienen unter anderem dazu, im Sinne der Chancengleichheit möglichst bildungsgerecht zu sein. Sie können jedoch naturgemäß nicht alle individuellen Unterschiede in der häuslichen Erziehung, Begleitung und Unterstützung vollständig ausgleichen.

🎓Verpflichtung der Schülerinnen und Schüler

„Lernen bleibt ein eigener aktiver Prozess.”

  • Eigenverantwortung: Arbeiten konzentriert und stellen Fragen bei Unklarheiten.
  • Information: Informieren sich aktiv über die für sie verständlich aufbereiteten Lernziele, Kompetenzanforderungen und Arbeitsaufträge.
  • Selbstkontrolle: Nutzen Kompetenzchecks, Checklisten und Materialien zur Vorbereitung.
  • Selbstreflexion: Prüfen selbstkritisch, ob Inhalte verstanden wurden, und übernehmen Mitverantwortung für das Nacharbeiten von Lücken.
  • Lernplanung: Planen die Vorbereitung auf Leistungsprüfungen langfristig und üben „intelligent” (z. B. kein bloßes Abschreiben von KI-Texten).
  • Arbeitsdisziplin: Befolgen konsequent die Lehreranweisungen und achten darauf, andere Mitschülerinnen und Mitschüler nicht beim Arbeiten oder Lernen zu stören.
👪Verpflichtung der Eltern
  • Lernbegleitung: Halten Kinder an, Hausaufgaben ordentlich zu machen und sich selbst kritisch zu prüfen.
  • Unterstützung: Planen gemeinsam mit den Kindern die Vorbereitung auf Leistungsüberprüfungen und nutzen ggf. Förderangebote der Schule.
  • Haltung: Wirken auf eine positive Einstellung zum Lernen und Arbeiten in der Schule hin.
  • Growth Mindset: Stellen den „sicheren Hafen” dar und feiern gemeinsame Erfolge.
  • Rollenklarheit: Unterstützen das Ziel, dass Kinder zunehmend selbstständig lernende Persönlichkeiten werden, ohne die elterliche Rolle mit der schulischen Verantwortung zu vermischen.
👨‍🏫Verpflichtung der Lehrkräfte/Schule

1. Transparenz und Orientierung

  • Machen Lernziele, fachliche und überfachliche Kompetenzerwartungen und zugehörige Lern- und Übungsmöglichkeiten einer Einheit frühzeitig und für die Lernenden verständlich transparent (wie z.B. „Kompetenzchecks” mit Hinweisen auf konkrete Übungsaufgaben).
  • Definieren möglichst einheitliche Anforderungen und Voraussetzungen (Erwartungsklarheit).
  • Machen vor jeder Leistungserhebung die relevanten Kompetenzen und den Erwartungshorizont transparent.

2. Material, Übung und Vorbereitung auf Lernkontrollen

  • Stellen geeignete Materialien, Lernaufgaben und möglichst Lösungen zur Selbstkontrolle bereit.
  • Vergabe von altersangemessenen Hinweisen auf Übungsmaterial oder konkreten Übungsmaterialien, mit denen sich Schülerinnen und Schüler gezielt auf Lernkontrollen vorbereiten können (Sicherstellung der Materialunabhängigkeit vom Elternhaus).

3. Diagnose und Rückmeldung

  • Nutzen Rückmeldungen konsequent, um Lernstände sichtbar zu machen und gezielte Förderung zu ermöglichen.
  • Bieten auf Basis von Unterrichtserkenntnissen und Diagnosen individuelle Förder- und Unterstützungsangebote an.
  • Geben nach Leistungserhebungen wertschätzende, ehrliche und inhaltlich nachvollziehbare Rückmeldungen sowie sachliche Benotungen.

4. Professionalität und Ressourceneffizienz

  • Sorgen für eine effiziente Nutzung der Lernzeit (Unterricht, Vertretungen, HA-Betreuung).
  • Unterstützen aktiv bei der Entwicklung der individuellen Lern- und Methodenkompetenz.

5. Elternentlastung bzw. -unabhängigkeit

  • Gestalten den Unterricht so transparent, dass Schülerinnen und Schüler wissen, was und wie sie lernen können, ohne dass Eltern fachliche Unterstützung leisten müssen.
  • Beraten Eltern bezüglich einer sinnvollen (nicht-fachlichen) Lernbegleitung zu Hause, mit dem Ziel die Eigenständigkeit der Kinder zu fördern und zu unterstützen.
Kapitel 2

2. Verhalten und Lernatmosphäre

🎓Verpflichtung der Schülerinnen und Schüler
  • Regeltreue: Halten sich an die vereinbarten Regeln innerhalb und außerhalb der Schule.
  • Selbstreflexion: Reflektieren bei negativem Feedback zunächst ihr eigenes Verhalten, und suchen nicht die Schuld bei anderen.
  • Kommunikation: Informieren Eltern und Lehrkräfte über wichtige oder bedenkliche Geschehnisse.
  • Hilfesuche: Bitten bei Bedarf aktiv um Beratung oder Unterstützung bei den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schule.
👪Verpflichtung der Eltern
  • Mitwirkung: Gehen die Schulordnung regelmäßig mit ihrem Kind durch und wirken auf ein angemessenes, lernförderliches Verhalten hin.
  • Reflexion: Besprechen Hinweise der Schule bezüglich unangemessenen Verhaltens konstruktiv mit dem Kind und wirken auf eine Verhaltensänderung hin, insbesondere im Hinblick auf die konsequente Befolgung von Lehreranweisungen. Dabei hinterfragen sie zunächst kritisch das Verhalten des eigenen Kindes und suchen nicht sofort die Schuld bei anderen Kindern, Lehrkräften oder der Schule.
  • Rückmeldekultur: Werten Rückmeldungen von Lehrkräften zum Verhalten des Kindes nicht als persönliche Kritik, sondern als inhaltliche Unterstützung zu einer Verbesserung der Lern- und Verhaltensentwicklung ihres Kindes.
  • Kontrolle: Prüfen und zeichnen regelmäßig das Logbuch ihres Kindes ab.
👨‍🏫Verpflichtung der Lehrkräfte/Schule
  • Sicherstellung: Gewährleisten ein effektives Klassenmanagement, damit jedes Kind, das möchte, in einer sicheren und konstruktiven Atmosphäre lernen kann.
  • Partizipation: Erarbeiten und reflektieren gemeinsam mit der Klasse altersangemessen Grundsätze und Regeln für einen angemessenen Umgang.
  • Dokumentation: Dokumentieren sowohl positive als auch negative Verhaltensweisen sowie Arbeitsleistungen konsequent im Logbuch.
  • Feedback: Sprechen unangemessenes Verhalten sachorientiert an und geben zeitnahes Feedback.
  • Handlungsbedarf: Kontaktieren Eltern zeitnah bei notwendigen pädagogischen Schritten.
  • Transparenz: Sorgen für eine leichte Zugänglichkeit und stete Aktualisierung wichtiger Informationen für Eltern und Schüler.
Kapitel 3

3. Mediennutzung und -begleitung

Leitlinien für die digitale Allianz

Medienkompetenz bedeutet nicht nur technische Beherrschung, sondern vor allem reflektiertes und verantwortungsbewusstes Handeln. Eine klare Allianz zwischen Schule und Elternhaus schützt Kinder vor Risiken und fördert ihre digitale Souveränität.

🎓Verpflichtung der Schülerinnen und Schüler
  • Regeleinhaltung: Halten sich konsequent an die schulinterne Smartphone- und Medienordnung innerhalb und außerhalb der Schule.
  • Meldung: Informieren die Eltern oder Lehrkräfte umgehend über wichtige oder bedenkliche Vorfälle im digitalen Raum.
  • Beratung: Suchen bei Problemen (z. B. Cybermobbing) aktiv Unterstützung bei Klassenleitung, Medienbeauftragten oder den pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schule.
👪Verpflichtung der Eltern
  • Abwägung: Wägen sorgsam ab, ob das Kind bereits ein Smartphone erhalten soll.
  • Begleitung: Gewährleisten eine ganz konkrete, altersgemäße Begleitung bezüglich Umfang, Art und Inhalt der Nutzung. Denn dies kann die Schule im privaten Bereich nicht leisten!
  • Konsequenz: Besprechen Fehlverhalten im Umgang mit Medien sachlich mit dem Kind, anstatt bei pädagogischen oder Ordnungsmaßnahmen Vorwürfe gegen die Schule zu erheben.
  • Regelmäßige Kontrolle: Eltern tragen die volle Verantwortung für die Sicherstellung sowie regelmäßige Kontrolle einer angemessenen, sozialverträglichen und rechtskonformen Nutzung (Grundlage: Mobilfunkverträge und App-Erlaubnisse).
  • Klassengruppen: Die Verantwortung für Inhalte in selbst erstellten Gruppen liegt bei den Eltern bzw. Administratoren. In Konfliktfällen (z.B. Beleidigungen) sind verantwortliche Eltern direkt zu kontaktieren.
  • ↗ Siehe Details in Punkt 1.1 & 1.2 der Smartphone- und Medienordnung
👨‍🏫Verpflichtung der Lehrkräfte/Schule
  • Beratungsservice: Informieren und beraten altersangemessen und für die Lernenden verständlich zu Gefahren und Auswirkungen der Mediennutzung, rechtlichen Aspekten (Fake News, KI) und technischen Grundlagen.
  • Themenspezifischer Unterricht: Integrieren aktuelle Aspekte wie Fake News, KI und technische Grundlagen in den Unterricht.
  • Unterstützung: Bieten Hilfe bei Täter- und Opfersituationen an und leisten Verweisberatung (z. B. auf Law4school oder Fachstellen).
  • Durchsetzung: Unterbinden konsequent jede unerlaubte Mediennutzung (insbesondere das strikte Verbot in den Jgst. 5-7) und schützen die Persönlichkeitsrechte aller Personen innerhalb der Schule.
  • Dienstliche Kommunikation: Nutzung und Erstellung von Klassengruppen erfolgt ausschließlich über klar definierte Kommunikationswege (Dienstmail, Schulportal, Teams). Es werden keine privaten Gruppen genutzt.