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Viel Informatives und Unterhaltsames am Tag der offenen Tür

Viel Informatives und Unterhaltsames am Tag der offenen Tür

Zuhören, zuschauen und mitmachen Bunte Angebotspalette an der ASF trotzt dem trüben Wetter

Einladend war das Wetter am vergangenen Samstag nicht gerade: Das hielt jedoch die aktuellen Viertklässlerinnen und Viertklässler sowie ihre Eltern nicht davon ab, der Augustinerschule einen Besuch abzustatten, um sich dort darüber zu informieren, was die Kinder auf der weiterführenden Schule im kommenden Jahr erwartet.
Besonders informativ ist der traditionell zu Beginn der Veranstaltung gehaltene Vortrag von Schulleiter Martin Göbler. Dieser stellte nicht nur das Fächerprogramm an der ASF vor, sondern ging natürlich auch auf deren spezielle Charakteristika wie den bilingualen Zweig oder den musikalischen Schwerpunkt ein. Dabei versäumte er es nicht, trotz der Anforderungen, die ein Gymnasium nun mal an die Schülerschaft stelle und bei denen es gelte, Ausdauer zu zeigen, darauf hinzuweisen, welch tragende Rolle Gemeinschaft an der altehrwürdigen Friedberger Schule spiele.


Einen räumlichen Überblick über die verschiedenen Gebäude konnte sich die Besucherschar mithilfe der von den 5. Klassen organisierten und durchgeführten Führungen verschaffen. Dabei wurde der eine oder andere Raum gezeigt, in den die Gäste anschließend noch einmal zurückkehrten, um das dort Gebotene entsprechend zu würdigen.
Als für die Kinder besonders interessant erwiesen sich erwartungsgemäß die Stationen, an denen sie selbst tätig werden konnten. Die Papierwelten in der Kunst luden dazu ein, mithilfe von Falten und Schneiden kunstvolle Gebilde herzustellen. In der Bücherei war eine spannende Rallye angesagt, während in den Bewegungslandschaften in der Turnhalle Balancegefühl und Koordination im Vordergrund standen.
Selbst in den Naturwissenschaften wurden nicht nur Exponate ausgestellt, sondern auch hier waren die jungen Besucher zum Mitmachen aufgefordert, beispielsweise bei Experimenten mit faszinierenden Farbeffekten in der Chemie oder selbstständigem Mikroskopieren in der Biologie, wo es unter anderem Querschnitte des Rückenmarks oder bedrohlich vergrößerte Falter oder Wespen zu sehen gab.
Beeindruckend war auch die schauspielerische Darstellung der Klasse 7b, die ein französisches Theaterstück aufführte und zeigte, wie weit man sprachlich nach nicht einmal drei Jahren Unterricht sein kann – dies war definitiv Werbung für das Fach Französisch als 1. Fremdsprache, das an der Augustinerschule angeboten wird. Das Fach Ethik bot sogar Schnupperunterricht an, wo „Philosophieren für Kinder “ auf der Tagesordnung stand.
Wie üblich präsentierten sich die Musiker monumental: Sowohl das große Orchester als auch die Big Band gaben Kostproben ihres schon beeindruckenden Könnens zum Besten. Auf demselben Stockwerk stellten die Informatiker unter anderem Legoroboter vor, die erstaunte Blicke von Kindern und Erwachsenen auf sich zogen.
Dass die ASF auch ein Ort ist, der nicht nur Unterricht vermittelt, sondern das Wohlergehen ihrer jungen Schützlinge, auch außerhalb der Schule, im Blick hat, wird daran deutlich, dass Sucht-, Drogen- und Gewaltprävention nicht nur Schlagworte sind, sondern auch unter Mitarbeit der Schülerschaft in Arbeitsgemeinschaften mit Leben gefüllt werden.
Einen breiten Raum nahmen auch die Ausstellung zur an der Schule neu implementierten Bundesinitiative „LemaS“ (Leistung macht Schule) zur Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler sowie das Methodentraining ein.
Die SV – mit einer attraktiven Tombola – und der umtriebige Förderverein zeigten sich genauso wie die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Gremien der Jahrbuch- und Homepage-AG oder auch die Anfang des Schuljahrs ins Leben gerufene Schülerzeitung mit ihrer druckfrisch erschienenen ersten Ausgabe der „Schüler-News“.
Erwähnung verdienen auch die Event- und Technik-AG, ohne die bestimmte Veranstaltungen an der Schule, beispielsweise Aufführungen der Theater-AG, gar nicht (mehr) denkbar wären.
Wer angesichts dieser Angebotsfülle Hunger oder Durst verspürte, fand wertvolle Oasen im „Café de Paris“ oder im „Café Aquarium“, um beides zu stillen.
So konnten letztlich alle Beteiligten mit diesem Vormittag hochzufrieden sein.

Heiko Weber