Big Band der Augustinerschule präsentiert facettenreiches Konzert

Mit einem abwechslungsreichen Programm zwischen Jazzklassikern, Filmmusik und lateinamerikanischen Klängen begeisterte die Big Band der Augustinerschule unter der Leitung von Ulrike Bohm und Corinna Danzer ihr Publikum in der gut besuchten hauseigenen Aula. Rund 80 Minuten lang präsentierten die jungen Musikerinnen und Musiker eindrucksvoll ihr Können und bewiesen dabei einmal mehr die große Bandbreite des Ensembles.
Nach der Begrüßung durch die beiden Leiterinnen eröffneten zwei Nachwuchskünstler als Moderatoren den Abend. Den musikalischen Auftakt bildete Henry Mancinis „Peter Gunn“, das mit seinem markanten Groove sofort für die passende Konzertatmosphäre sorgte. Es folgten Jazzstandards wie John Coltranes „Blue Train“, Neal Heftis „Li’l Darlin’“ und Herbie Hancocks „Watermelon Man“, die jeweils unterschiedliche Facetten des Jazz eindrucksvoll zur Geltung brachten – von kraftvoll swingend bis entspannt groovend. Immer wieder erhielten hierbei Solistinnen und Solisten Gelegenheit, ihr musikalisches Können unter Beweis zu stellen, was völlig zu Recht mit reichlich Applaus quittiert wurde.
Mit dem an der Schwelle vom Bebop zum modernen Jazz stehenden Miles Davis-Klassiker „Milestones“ und Charles Mingus’ „Moanin’“ endete der erste Konzertteil energiegeladen. Besonders die gelungenen Improvisationen sowie das sichere Zusammenspiel der verschiedenen Register zeigten eindrucksvoll, wie homogen die Big Band inzwischen musiziert.
Nach der Pause wechselte das Programm stärker in Richtung Filmmusik und Unterhaltungsklassiker. Die berühmten Titelmelodien aus „James Bond“, „Pink Panther“ und der „Sendung mit der Maus“ haben immer noch einen hohen Wiedererkennungswert und sorgten dementsprechend für Begeisterung im Publikum.
Mit dem vor allem in der Version von Ray Charles berühmten „Georgia on My Mind“ schlug die Band anschließend ruhigere Töne an, bevor „The Blues Walk“ noch einmal klassischen Swing auf die Bühne brachte. Den schwungvollen Abschluss bildete schließlich „Sabor de Cuba“, dessen lateinamerikanische Rhythmen das Publikum mitrissen und den Konzertabend stimmungsvoll ausklingen ließen.
Nach den Dankesworten der Aktiven sowie von Sabine Dückhardt als Vertreterin der Schulleitung bildete das 1929 komponierte und oft gecoverte Stück “Puttin’ on the Ritz” die Zugabe.
Wie bereits in den vergangenen Jahren überzeugte die Big Band nicht nur durch ihren ausgewogenen Gesamtklang, sondern auch durch die zahlreichen solistischen Beiträge, bei denen sowohl erfahrene Mitglieder als auch jüngere Musikerinnen und Musiker Verantwortung übernahmen. Charmant und informativ führten die Moderatoren durch das Programm und vermittelten dem Publikum interessante Einblicke in die Entstehung und Besonderheiten der einzelnen Werke.
Der lang anhaltende Applaus belohnte ein Ensemble, das mit Spielfreude, musikalischer Präzision und großer stilistischer Vielfalt einen rundum gelungenen Konzertabend gestaltete.
Heiko Weber

